Pascal Wehrlein fehlten beim Saisonfinale die Worte Foto: ADAC Formel Masters
Pascal Wehrlein fehlten beim Saisonfinale die Worte Foto: ADAC Formel Masters

Vier Titel, Rekorde und Bestzeiten

Die Förderpiloten der ADAC Stiftung Sport zahlen die Unterstützung mit Erfolg zurück

Die von der ADAC Stiftung Sport geförderten Talente haben auch in der Motorsport-Saison 2011 ihre Chancen genutzt. Die mehrjährige Unterstützung zahlt sich aus.

Zu den besten Beispielen gehören der zweifache Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel und Motocross-Weltmeister Ken Roczen in der Klasse MX2. Ihre Karrieren erhielten ebenfalls Anschub durch die ADAC Stiftung Sport.

Um auch in Zukunft junge Nachwuchsfahrer auf die Ideallinie und Erfolgsspur bringen zu können, sichtete die ADAC Stiftung Sport mit Experten wie Hans-Joachim Stuck und Ralf Schumacher auch schon potentielle Kandidaten, die für eine Förderung im Jahr 2012 in Frage kommen. Mehr dazu am Ende des Textes.

Die Fahrerbilanzen 2011 im Einzelnen:

An Marvin Kirchhöfer (17/Leipzig) ging in der Deutschen Kart Meisterschaft 2011 kein Weg vorbei. Es war nur eine Frage der Zeit, wann der letztjährige Vize-Champion den DKM-Titel in der KF2-Klasse erringen würde. Das Meisterstück war im September in der vorletzten Saisonrunde in der Motorsport Arena Oschersleben vollbracht - genau auf der Strecke, wo er zuvor immer sieglos geblieben war. Nach dem Gewinn im Sprint- und Finalrennen war der Bann gebrochen. Im Oktober setzte der Sachse seiner exzellenten Saison in Deutschlands höchster Kartklasse noch das i-Tüpfelchen auf. Auch beim DKM-Finale in Kerpen umrundete das von der ADAC Stiftung Sport geförderte Talent den 1.107 Meter langen Traditionskurs fehlerfrei. Er ging mit dem fünften KF2-Finalsieg in Folge in die Geschichte ein - neuer Rekord! Sein persönliches Ziel, bei jedem Rennen auf dem Treppchen zu stehen, hatte Marvin Kirchhöfer mehr als erfüllt. "Ich bin überglücklich. Das Chassis und der Motor waren astrein und ich bedanke mich herzlich bei meinem gesamten Team. Ebenso geht ein riesiger Dank an die ADAC Stiftung Sport, die mich in meiner bisherigen Karriere erstklassig unterstützt hat." Mit Hilfe der ADAC Stiftung Sport konnte Marvin Kirchhöfer als Sprungbrett für die nächste Stufe auch Einsätze in der World Series Karting (WSK) absolvieren. 2012 gibt der Sachse sein Debüt im Formelsport.

In Kirchhöfers Windschatten ist Hendrik Grapp (17/Berlin) unterwegs, der 2011 als erster Fahrer der diesjährigen ADAC Stiftung Sport-Nachwuchsriege einen Titel holte. Grapp ist der KF2-Champion im ADAC Kart Masters. Zusätzlich legte er den Grundstein für die kommende Saison, denn der Abiturient nahm auch an der DKM teil. Auch er will nächstes Jahr am Steuer eines Formelfahrzeugs sitzen.

Dennis Marschall (15/Eggenstein), der Kart-Junior der ADAC Stiftung Sport, hatte in der KF2 des ADAC Kart Masters sein Premierenjahr. Bei der letzten Saisonveranstaltung glänzte der Baden-Württemberger mit dem dritten Platz im Finallauf und erklomm somit noch den sechsten Tabellenrang in der Gesamtwertung. Dennis Marschall war als KF3-Vize in die höhere Klasse aufgestiegen. In der DKM durfte der KF2-Neuling sein Talent ebenfalls unter Beweis stellen.

24 Rennen, acht Siege, insgesamt 14 Podiumsplätze - das ist die Saisonbilanz von Pascal Wehrlein (17/Neuhausen-Worndorf) im ADAC Formel Masters. Das heißt zugleich: Der Pilot von der ADAC Stiftung Sport steht im 145 PS starken Formel ADAC powered by Volkwagen an erster Stelle in der Wertung. Nach dem Finale in Hockenheim fehlten dem Baden-Württemberger sogar die Worte: Im ersten der drei Rennläufe hatte er sich im Zweikampf ausgerechnet mit seinem ärgsten Meisterschaftskonkurrenten berührt. Beide waren zurück gefallen. In der letzten Runde gelang es Wehrlein aber noch, einen Platz auf dem Treppchen zu ergattern. Im dritten Lauf machte Wehrlein die Technik einen Strich durch die Rechnung. Er musste seinen Formelboliden vorzeitig mit Kühlerproblemen in der Box abstellen. Doch auch sein Titelrivale fiel zum Schluss mit technischem Defekt aus. Den Meisterpokal durfte Pascal Wehrlein bisher aber nicht hochhalten. Wegen noch laufender Verhandlungen ist das Gesamt-Ergebnis noch nicht offiziell bestätigt.

Mit dem sechsten Rang trug sich Mario Farnbacher (19/Lichtenau) in die Abschlussliste des ADAC Formel Masters ein, obwohl das Hockenheim-Finale nicht nach seinem Geschmack lief. "Nach Pech im Zeittraining musste ich mich wieder einmal von hinten nach vorne kämpfen." Immerhin setzte er sich bis auf den sechsten Platz im ersten Lauf durch. Im abschließenden dritten Lauf wäre sogar der fünfte Platz möglich gewesen, doch weil er einmal von der Strecke abkam, wurde Farnbacher eine Zeitstrafe aufgebrummt, die ihn wieder zurückwarf. Dafür lief es für den in Hockenheim doppelt beschäftigten ADAC Stiftung Sport-Piloten besser bei seinem ADAC GT Masters-Debüt, wo er seinen Bruder Dominik auf der gleichen Rennstrecke mit einem Ferrari in der Supersportwagen-Liga vertrat. Mit dem vierten Platz im Qualifying sorgte er für eine faustdicke Überraschung, mit dem zweiten Platz im letzten Saison-Rennen für eine noch größere.

Für Jason Kremer (16/Bonn) kam dafür das Beste im ADAC Formel Masters zum Schluss. Zum Saisonende gelang dem Kartaufsteiger zum ersten Mal der erhoffte Sprung aufs Podest - und das gleich zwei Mal. Dass es im ersten Lauf zu einem Sieg gereicht hatte, vermochte der Teenager selbst kaum zu glauben. "Im zweiten Rennen startete ich dann von der Pole Position, verschaltete mich aber und fiel auf die 13. Position zurück, nach der Berührung mit einem anderen Fahrer und einem Dreher sogar auf den 16. Platz." Trotz der schlechten Ausgangslage konnte Jason Kremer aber nach dem Abschlussrennen nochmals mit Sekt duschen. Nach einer begeisternden Aufholjagd kam der ADAC Stiftung Sport-Förderpilot als Dritter ins Ziel. Im Gesamtklassement wurde Kremer in seiner ersten Formel-Saison Tabellen-Siebter.

Mit einem spektakulären Rennen endete die Saison in der 125 ccm-Klasse in der Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM). ADAC Stiftung Sport-Talent Luca Amato (14/Bergisch Gladbach) präsentierte sich in Hockenheim noch einmal in Bestform. Er gewann den letzten Lauf und wurde IDM 125-Vize-Meister. Luca Amato war als Tabellen-Zweiter ins Motodrom gereist, in dem es zum Titelduell zwischen ihm und seinem RZT-Teamkollegen Jack Miller aus Australien kommen sollte. 13 Punkte trennten ihn vom Spitzenreiter. Ein Sieg war oberste Priorität, um die Hoffnung auf den Titel zu wahren. Amato holte ihn mit dreieinhalb Sekunden Vorsprung auf die komplette Konkurrenz. Jack Miller hätte aber nur Fünfter werden dürfen. Der Aprilia-Markenkollege wurde von mehreren Konkurrenten attackiert und war kurz vor dem Schluss tatsächlich Fünfter, auf den letzten Metern kämpfte er sich aber noch vor und schaffte es als Vierter ins Ziel. Fazit: Luca Amato, der 2010 als jüngster Fahrer einen IDM-Lauf gewann, wurde mit nur einem Punkt Rückstand Vize-Meister.

Philipp Öttl (15/Ainring) beendete die Saison in der IDM 125 als Gesamt-Vierter. Der KTM-Fahrer war 2011 im Dauereinsatz, da er auch den Red Bull MotoGP Rookies Cup bestritt, der im Rahmen der europäischen Motorrad-Weltmeisterschaftsläufe ausgetragen wird. Öttl gewann hier als erster Deutscher ein Rennen. Im Finale passierte dem Gesamt-Vierten allerdings ein verhängnisvoller Fehler: "Mein Rennen war perfekt bis nach der letzten Kurve zur Zielgeraden. Ich bog als Führender ein und dachte, die Startlinie ist auch die Ziellinie. Doch diese kam erst etwa 50 Meter später. Meine Freude über den Sieg kam zu früh und ich wurde um 0,01 Sekunden geschlagen. Noch nie war ich über einen zweiten Platz im Rennen so enttäuscht." Kurz darauf erhielt Öttl aber die Nachricht, dass er auch 2012 einen Startplatz im Cup bekommt, in dem 24 Fahrer aus 14 Ländern um Punkte kämpfen.

Maximilian Eckner (15/Dresden) erlebte eine IDM 125-Saison mit Licht und Schatten. Höhepunkt des Tabellen-Neunten war der dritte Platz beim Rennen auf dem Sachsenring. Danach machte er sich selbst zuviel Druck. Beim Saisonfinale kam er als Zwölfter ins Ziel. "Trotz aller Bemühungen hatte ich keine Chance, leistungstechnisch und fahrwerksmäßig der Spitzengruppe zu folgen. Fahrerisch habe ich alles gegeben. In Zukunft muss ich mich noch mehr auf die Abstimmung des Motorrads konzentrieren. An dieser Stelle möchte ich mich für die hervorragende Unterstützung durch die ADAC Stiftung Sport bedanken. Ohne sie wäre die Rennsaison 2011 für mich nicht möglich gewesen."

Im ADAC Junior Cup lieferten sich die von der ADAC Stiftung Sport unterstützten Fahrer Maximilian Kappler (14/Oberlungwitz) und Michael Gerstacker (14/Hartenstein) ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Gerstacker schaffte als Erster der beiden Aufsteiger aus dem ADAC Mini Bike Cup den Sprung aufs Podium in der höheren Klasse. Er wurde auf dem Red Bull Ring in Österreich Dritter. Doch beim anschließenden Finale in Hockenheim zog Kappler nach. Der Sachse wurde auf der 35 PS starken 125 ccm-Aprilia im Ziel als Zweiter abgewinkt. "Mein Start war genial, ich hatte sogar das Gefühl, das Hinterrad dreht durch. Auf den letzten Kilometern bin ich auf überrundende Fahrer aufgelaufen, aber es hat mir nichts ausgemacht. Ich habe einfach durchgezogen, denn ich wollte unbedingt aufs Podium. Es war bisher einige Male frustrierend: Ich stand in der ersten Startreihe oder sogar auf Pole, hatte am Ende des Rennens aber trotzdem nichts in der Hand. Da fängt man schon an, an sich selbst zu zweifeln. Aber jetzt ist alles gut." In der Gesamtwertung nach acht Rennen wurde Kappler Cup-Achter und Gerstacker Neunter.

Motocross-Haudegen Dennis Ullrich (17/Rammingen) bewies in der Saison 2011 ein enormes Durchhaltevermögen, nachdem er als ADAC Youngster Cup-Sieger von 2010 ins ADAC MX Masters gewechselt war. Als seine ADAC Stiftung Sport-Kollegen Henry Jacobi und Stefan Ekerold verletzungsbedingt pausierten, kämpfte er alleine weiter - und wurde dabei immer besser. Sein Aufwärtstrend gipfelte im zweiten Platz im ersten von zwei Läufen zur MX-Europameisterschaft im September in Gaildorf. "Der Lauf war perfekt. Ich bin gleich vom Start gut weg gekommen. Im zweiten Rennen hatte ich allerdings einen schlechten Start, da ich mich mit meinem Nebenmann mit dem Ellbogen verhakte." Ullrich wurde Zehnter. In der EM-Tabelle rangierte er zum Saisonende auf dem 13. Platz. Auch im ADAC MX Masters hätte Ullrich noch aufs Podest gewollt, doch beim Finale in Holzgerlingen musste nun auch er einmal krankheitsbedingt passen. Sein 14. Tabellenplatz blieb aber trotz der Abwesenheit unangetastet.

Dafür griff Stefan Ekerold (16/Weiskirchen) in Holzgerlingen im ADAC MX Youngster Cup wieder ins Geschehen ein, auch wenn er nicht in Bestform war. "Obwohl ich Fitnesstraining gemacht hatte, war ich eben sechs Wochen lang wegen meines gebrochenen Fußes kein Rennen mehr gefahren. Ich wollte im ADAC MX Youngster Cup-Finale unbedingt starten, um die separate 2-Takt-Wertung zu gewinnen. Obwohl ich vor der letzten Veranstaltung einen großen Vorsprung hatte, war ich mir nicht sicher, ob er reicht." Ekerold trat an, räumte alle Bedenken aus und gewann die gesonderte Kategorie. In der übergreifenden Gesamtwertung des ADAC MX Youngster Cups ist er auf Platz 36 gelistet.

Henry Jacobi (14/Bad Sulza) gab im September sein Comeback bei der MX-Europameisterschaft auf der 125er KTM im italienischen Fermo, bevor er sich beim Finale des ADAC MX Youngster Cups in Hockenheim zurückmeldete. "Es war mein erstes Rennen nach über 20 Wochen Verletzungspause. Ich war mit meinem Zeittraining sehr zufrieden, konnte jedoch in beiden Läufen nicht bis zum Ende konstante Zeiten fahren. Meine Kondition ließ nach circa 15 min nach. Dazu kam, dass die Außentemperaturen bei über 35° C lagen. Im zweiten Lauf lag ich an siebter Position, bin dann aber weggerutscht. Die Strecke war wegen der vielen Bergauf- und Bergab-Passagen schwer und der Boden ausgefahren. Ich muss hart an meiner Kondition arbeiten. Pause hatte ich jetzt genug." Der FIM-Junioren-Weltmeister und ADAC Junior-Motorsportler von 2010 gibt alles, um 2012 wieder zur Weltelite gehören zu können.

Für die Rallye-Piloten ist die Motorsport-Saison noch nicht beendet. Sie sind gerade in der heißen Phase. Nach dem erfolgreichen Auftritt bei der Rallye in Finnland musste Christian Riedemann (24/Sulingen) dabei einen Tiefschlag verkraften. Vom sechsten Tabellenplatz in der FIA WRC Academy, wie die Rallye-WM-Nachwuchsklasse jetzt heißt, rutschte er auf den zehnten Rang ab. Der einzige Deutsche im Feld fiel mit seinem Beifahrer Michael Wenzel (35/Mehlingen) im 150 PS starken Ford Fiesta bei der Rallye de France Anfang Oktober aus. Es war der erste WRC Academy-Lauf für das Duo, der auf einer Asphaltstrecke ausgetragen wurde. Weil Riedemanns vorheriger Ausflug auf festem Boden über ein Jahr zurück lag, war das Team auf den ersten drei Prüfungen verhalten unterwegs. "Als wir dann auf der vierten Wertungsprüfung in einen Graben rutschten, waren wir sehr frustriert", erzählt der ADAC Stiftung Sport-Fahrer. "Danach wollten wir unser Tempo erhöhen, was uns auch sehr gut gelungen ist - bis wir bei der achten Wertungsprüfung einen Plattfuß am Reifen hatten und wieder viel Zeit verloren. Am letzten Tag ist uns auf der WP 13 auch noch der Querlenker am Auto gebrochen. Wir mussten die Rallye auf dem sechsten Platz liegend vorzeitig beenden." Im November findet der letzte Lauf der WRC Akademie 2011 in Wales statt.

Mark Wallenwein (24/Stuttgart), der seine Erfahrungen in der Deutschen Rallye Meisterschaft (DRM) sammelte, gibt sporadisch auch in der Intercontinental Rally Challenge (IRC) Vollgas. Zusammen mit Beifahrer Stefan Kopczyk (30/Heilbronn-Kirchhausen) ging er zuletzt in Ungarn an den Start. Ausbeute nach 13 Wertungsprüfungen und insgesamt 235 Kilometern Fahrstrecke: Platz 14. "Wir haben den Abstand zur Spitze immer wieder reduzieren können", sagte der ADAC Stiftung geförderte Youngster. Nikolaus Reichert, Sportchef von Škoda Auto Deutschland, stimmte zu: "Mark hat die in ihn gesetzten Erwartungen erfüllt und im Vergleich zu seinem ersten Einsatz bei der Barum-Rallye in Tschechien eine Aufwärtsentwicklung gezeigt." Um den Level auszubauen, nahm Wallenwein Anfang Oktober auch gleich noch an der Lausitz-Rallye teil. Er wurde mit dem Škoda Fabia S2000 Dritter. Der Start in der Lausitz war Vorbereitung auf die noch anstehenden IRC-Läufe in Schottland und auf Zypern. Beide werden auf Schotter gefahren.

Weniger Glück in Ungarn hatten Felix Herbold (26/Ismaning) und sein Co-Pilot Michael Köhlbach (45/Winterwerb). "Es war unser zweiter IRC-Lauf und wir hatten zu Beginn sehr mit dem Set-up unseres Ford Fiesta zu kämpfen. Vom 22. Platz nach dem Start haben wir uns auf den 13. Platz nach vorn gearbeitet. Doch dann spielte das Glück nicht mit. Vor der letzten Prüfung ist die Lichtmaschine kaputtgegangen, ein Teil, das wir extra noch vor der Rallye erneuert haben. Somit sind wir in der letzten Prüfung ohne Strom auf der Strecke liegen geblieben."

Nach der Saison ist vor der Saison

In aufwändigen Sichtungen nahm die ADAC Stiftung Sport mit Hilfe erfahrener Juroren und Experten bereits neue Kandidaten in den Modulen Fahrpraxis, Fahrzeugtechnik, Persönlichkeit sowie körperliche und geistige Fitness unter die Lupe, die sich für eine Unterstützung im Jahr 2012 empfohlen hatten. Sieben Rennfahrer aus dem Motorradstraßensport sowie sechs Teilnehmer aus der Motocross-Szene stellten sich auf dem Hockenheimring beziehungsweise in Walldorf den Prüfungen, die unter anderem von Ex-Teamchef Harald Eckl sowie IDM Superbike-Pilot Dario Giuseppetti abgenommen wurden. Auf vier Rädern präsentierten sich in Hockenheim zwölf Formel-Piloten. Erstmals waren auch 14 Nachwuchshoffnungen aus dem Tourenwagensport eingeladen. In Kerpen rollten zehn Kartsportler an den Start. Unter den Augen von Hans-Joachim "Striezel" Stuck, Ralf Schumacher und Co. wurden bei den Sichtungen nicht nur die fahrerischen Leistungen beurteilt, abseits der Rennstrecke war in individuellen Gesprächen auch die Persönlichkeit jedes Teilnehmers gefragt. Die Entscheidung, welche Kandidaten ihre Karriere 2012 mit Unterstützung der ADAC Stiftung Sport fortsetzen können, wird am 25. November auf der Essen Motor Show bekanntgegeben.